Autismus – ein Leben lang

Grundsätzliches

Autismus stellt an die Betroffenen ganz besondere Herausforderungen. Die Menschen im Autismus-Spektrum haben spezielle Probleme, für die sie selbst und auch das Umfeld Verständnis oder zumindest Erklärungen entwickeln müssen. Hierbei ist viel Empathie und Einfühlungsvermögen hilfreich. Eine Überforderung der Autisten ist zu vermeiden. Dinge, die sie (noch) nicht können, können auch nicht von ihnen verlangt oder erwartet werden. Dies gilt sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter. Gleichzeitig ist es hilfreich, immer im Gespräch zu bleiben und sich über die Fallstricke in der Interaktion und der Kommunikation auszutauschen. Das Ziel sollte ein wachsendes gegenseitiges Verständnis füreinander sein.

„Mein Tagesplan macht keinen Unterschied zwischen Wochenenden, Feiertagen und Werktagen. Jeder meiner Zuhause-Tage läuft gleich ab und lässt sich auch durch Dinge wie Weihnachten kaum ablenken. Gute Tage sind Tage, die planmäßig ablaufen.“

Nicole Schuster

Wie kann der Alltag gelingen?

Vielen Menschen im Autismus-Spektrum hilft es, den Alltag klar zu strukturieren und eindeutige Regeln aufzustellen. Dies bildet eine Art Gerüst, an dem sich durch den Tag gehangelt werden kann. Grundlage der Autismusdiagnose sind Besonderheiten im sozialen, kommunikativen und interaktiven Bereich. Gerade hier jedoch hat die Gesellschaft besondere Normen und Regeln, die das Zusammenleben ermöglichen oder zumindest erleichtern sollen.
Erwachsene Autisten, die über hervorragende kognitive Fähigkeiten oder besondere Fertigkeiten verfügen, aber kein von der Gesellschaft erwartetes, übliches Verhalten zeigen, werden nur schwer in ein soziales Umfeld und in den Arbeitsalltag integriert werden können. Sinnvoll ist also das Wissen um die gesellschaftlichen Regeln und Gepflogenheiten, um ein angemessenes, von der Gesellschaft toleriertes Verhalten beizubehalten oder zu entwickeln.

Begrüßung und Verabschiedung

Es ist hilfreich, mit autistischen Erwachsenen über eine von der Gesellschaft akzeptierte Form der Begrüßung und der Verabschiedung zu sprechen. Heutzutage sind dafür meistens keine förmlichen Formulierungen nötig, ein freundliches „Guten Tag“ oder „Tschüss“ ist in den meisten Situationen ausreichend. Auch kann durchaus darüber nachgedacht werden, ob ein Handschlag erforderlich ist. Gerade die Berührung von Personen, die die Autisten nicht oder nicht gut kennen, ruft bei ihnen großes Unbehagen hervor. Oft finden sie auch das Berühren von bekannten Personen unangenehm. Das ist zudem stark von der Tagesform abhängig.

„Ich hab gelernt, bei Begrüßungen (zumindest kurz) die Hand zu schütteln. Das würde ich von mir selbst aus nie machen, aber ich weiß, dass es erwartet wird.“

Svenja

Abstand zwischen Personen

Es ist nicht immer eindeutig klar, welcher Abstand zwischen verschiedenen Personen angemessen ist. Für Menschen im Autismus-Spektrum kann es schwer verständlich sein, warum man sich einer Person weit nähern darf, während von den meisten Personen ein gewisser Abstand einzuhalten ist. Hierbei kann es hilfreich sein, den Abstand zu „bemessen“, indem beispielsweise erklärt wird, dass immer eine Armlänge Abstand einzuhalten ist. Dieses Maß ist immer verfügbar und gibt eine gute Orientierung.
Wichtig ist auch, den Menschen im Autismus-Spektrum zu erklären, dass sie selbst auch nicht tolerieren müssen, wenn andere Menschen den von ihnen als angenehm empfundenen Abstand nicht einhalten. Für diese Fälle ist es hilfreich, einen Satz einzuüben, mit dem die anderen gebeten werden können, mehr Abstand wahren. Auch sollte im Gespräch erläutert werden, wie ein eventuell bestehender Wunsch des Autisten, einem anderen Menschen näherzukommen, kommuniziert werden kann.

Gemeinsames Essen

Beim gemeinsamen Essen fühlen sich in der Regel alle dann wohl, wenn gewisse Tischmanieren eingehalten werden. Das gilt für Autisten und Nichtautisten gleichermaßen.
Beim Essen besteht für Autisten neben dem Umgang mit dem Besteck und dem Einhalten der Tischmanieren zudem noch die besondere Herausforderung des Gefühls der Lebensmittel im Mund. Dies kann so unangenehm sein, dass ein Impuls, alles wieder auszuspucken, nicht unterdrückt werden kann. Es könnte hier mit dem Autisten vereinbart werden, dass er zunächst immer nur eine kleine Menge in den Mund nimmt, um herauszufinden, ob er das Lebensmittel essen mag. Zusätzlich kann eine Serviette bereitgehalten werden, in die der Inhalt des Mundes wieder ausgespuckt werden kann, sollte dies erforderlich sein.
Diese sensorischen Schwierigkeiten unterliegen auch stark der Tagesform. Was an einem Tag als angenehm empfunden wird, kann an einem anderen nicht toleriert werden. Meistens gibt es jedoch Lebensmittel, die die Autisten gerne essen und auf die an den schwierigen Tagen zurückgegriffen werden kann.
Es gibt Autisten, die nur wenige Lebensmittel tolerieren. In diesen Fällen kann anhand des Blutbildes festgestellt werden, ob ein Mangel besteht. Sollte dies nicht der Fall sein, genügt es, wenn der Autist Speisen isst, die aus diesen wenigen Lebensmitteln zubereitet sind.

„Ich habe den Tisch gedeckt, es gibt Kaffee mit Schlagsahne. Das Bild vom Kaffeetisch ist äußerst stimmig, es sind drei gleichschenklige Dreiecke und das macht mit fröhlich.“

Matthias Brien

Hunger und Durst

Vielen Autisten fällt es schwer, Hunger und Durst wahrzunehmen. Und selbst wenn sie es wahrgenommen haben, besteht als nächstes die Herausforderung, das Gefühl richtig zu interpretieren und dann auch noch eine Lösung dafür zu entwickeln.
Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich etwas zu trinken zu holen, wenn zum Beispiel Durst empfunden wird. Alleine die Entscheidung, welches Getränk der Autist in dem Moment gerne trinken würde, kann so viele Ressourcen in Anspruch nehmen, dass er nicht mehr weiß, warum er sich zu diesem Thema Gedanken macht und in der Folge nichts trinkt. Hier kann es hilfreich sein, einzuüben, bei einem Durstgefühl zunächst ein Glas Wasser zu trinken und anschließend zu überlegen, ob noch ein anderes Getränk gewünscht wird.

Sollte kein Gespür für Durst vorhanden sein, kann die erforderliche Trinkmenge morgens bereitgestellt werden, so dass der Autist sehen kann, wieviel er bereits getrunken hat. Es gibt für auch Flaschen mit einer Skala an Uhrzeiten, an der abgelesen werden kann, bis zu welcher Zeit welche Menge getrunken sein sollte. Fürs Handy werden Apps angeboten, die ans Trinken erinnern und die die Trinkmenge addieren. Auch das kann eine gute Lösung sein. Entsprechendes gilt auch für das Hungergefühl. Hier können feste Zeiten für die Mahlzeiten helfen und auch eine Information darüber, welche Menge gegessen werden sollte, sofern kein Hungergefühl vorhanden ist.
Manche Autisten kennen kein Sättigungsgefühl. Hier ist es sinnvoll, wenn der autistische Mensch Informationen zu den täglich benötigen Kalorien und Nährstoffen hat. Auch eine Sammlung mit gesunden, ausgewogenen Rezepten, auf die zurückgegriffen werden kann, ist hier hilfreich.

Mimik, Gestik und Körpersprache – die Herausforderung bleibt

Für Menschen im Autismus-Spektrum sind die Ausdrucksweisen und Inhalte über die Nicht-Autisten mit Hilfe des Gesichtes, der Hände und Arme oder des gesamten Körpers verfügen, nur sehr schwer lesbar. Selbst starke Emotionen, die mittels der Mimik ausgedrückt werden, wie beispielsweise Freude, Wut, Trauer oder Ekel, können nicht immer sicher erkannt werden. Diese Fertigkeit lässt sich bis zu einem gewissen Grad einüben, jedoch sollte immer berücksichtigt werden, dass in Stress-Situationen auf das Gelernte nicht zuverlässig zurückgegriffen werden kann.

„Denn ich war nicht in der Lage, gleichzeitig zu sprechen und auf die Blicke, die Mimik und die Gestik der beteiligten Personen zu achten.“

Simone Pinke

Dasselbe gilt für die Gestik und die Körpersprache. Unterstützend ist es hier, besonders deutlich – vielleicht auch ein wenig übertrieben – mit Hilfe von Mimik, Gestik und Körpersprache zu kommunizieren und dabei die Botschaft gleichzeitig in kurzen klaren Sätzen zu unterstreichen. Personen im Umfeld des autistischen Menschen können nicht erwarten, dass die Kommunikation mittels des Körpers verstanden wird und sollten sich daher immer vergewissern, ob die gesendete Botschaft überhaupt, vollständig und richtig angekommen ist. Diese „Blindheit“ für die Körpersprache bleibt häufig ein Leben lang bestehen, so dass es den Alltag erleichtern kann, klar und vor allem erklärend zu kommunizieren.
In diesem Zusammenhang sollte auch immer berücksichtigt werden, dass Menschen im Autismus-Spektrum häufig über eine fragmentierte Wahrnehmung verfügen. Das bedeutet, es wird nur ein Teil des Gesichtes oder des Körpers wahrgenommen. Dies führt dazu, dass Mimik, Gestik und Körpersprache auch nur teilweise gesehen und damit erkannt werden. Auf Grund dieser Wahrnehmungsbesonderheit kommt es schnell zu Missverständnissen. Wenn die nicht-autistischen Gesprächspartner dies bei der Kommunikation berücksichtigen und sicherstellen, dass ihre Botschaft beim autistischen Gegenüber angekommen ist, kann die Kommunikation gut gelingen.

Blickkontakt

Nicht-autistische Menschen verunsichert es sehr, wenn bei einem Gespräch kein Blickkontakt hergestellt wird. Da für die meisten Autisten der Blickkontakt aber unangenehm ist und daher vermieden wird, kann gemeinsam mit ihnen überlegt werden, wie der Anschein von Blickkontakt gelingen kann. Manche Autisten schauen zum Beispiel auf die Nasenwurzel, die Nasenspitze oder auf die Stirn im Bereich über der Nase.

Auch die Intensität und die Dauer des Blickkontaktes kann für Menschen im Autismus-Spektrum schwer einzuschätzen sein. Für Nichtautisten ist es unangenehm, angestarrt zu werden, während dieses „Starren“ für die Autisten die Art und Weise sein kann, den Blickkontakt halten zu können. Sie haben dann ihren Blick auf einen Punkt im Gesicht des Gegenübers fixiert und können den Rest der Aufmerksamkeit wieder dem Gespräch zuwenden. Es ist also mit einer weiteren Anstrengung verbunden, den Blickkontakt nicht starr zu halten, sondern den Blick immer wieder schweifen zu lassen, um zum Gegenüber zurückzukehren. Hier kann es hilfreich sein, dem Autisten zu erklären, in welchen Zeitabständen und für welche Dauer der Blickkontakt als angenehm empfunden wird.
Entlastend für Autisten ist auch, wenn das Umfeld informiert wird, warum der Blickkontakt unangenehm ist und vielleicht nicht in dem Maße erfolgen kann, wie es erwartet wird. Außerdem kann gerade der nicht gehaltene Blickkontakt ein Zeichen besonderer Aufmerksamkeit und des intensiven Zuhörens sein. Wenn Menschen im Autismus-Spektrum den Blick beispielsweise auf eine Wand oder die Decke richten, werden über die Augen nicht weitere Reize aufgenommen und der Fokus der Aufmerksamkeit kann auf das gerichtet werden, was zu dem Autisten gesagt wird. Umgekehrt gilt das auch für Antworten, die Menschen im Autismus-Spektrum geben.
Zusammenfassend lässt sich sagen: wenn keine Energie für das Aufrechterhalten des Blickkontaktes, das gleichzeitige Lesen der Mimik, Gestik und Körpersprache des Gegenübers verbraucht wird, ist es für die meisten Autisten leichter, ein Gespräch zu führen.

Lieblingsthema

Funktion

Viele Autisten haben – zumindest zeitweise – Themen, über die sie sehr gut informiert sind und auch sehr gerne sprechen. In der Regel ist das Wissen des Autisten sowohl in der Breite als auch in der Tiefe sehr groß. Sie verfügen über sehr umfang- und detailreiche Kenntnisse. Bei der Beschäftigung mit dem Lieblingsthema oder dem Spezialinteressen werden alle Informationen gesammelt, die zu einem bestimmten Thema greifbar sind. Manche Menschen im Autismus-Spektrum bleiben lange Zeit bei einem Thema, bei anderen wechseln die Themen.
Gerade das Eintauchen in die Welt des Spezialinteresses lässt Autisten die häufig als schwierig erlebte Welt des Alltages vergessen. In ihrer Welt bestimmen sie die Regeln, sie können durch die Beschäftigung mit immer demselben Thema entspannen und sind bei der Ansammlung der Informationen zu ihrem Thema auf genau diese eine Aufgabe fixiert. Das alles schafft Vorhersehbarkeit und damit Sicherheit und Entspannung.

Im Gespräch

Beim Berichten über ihr Lieblingsthema bemerken die Autisten allerdings nicht immer, wenn ihr Gegenüber lieber das Thema wechseln möchte, vielleicht bereits selbst gut Bescheid weiß und keinen weiteren Informationsbedarf hat oder auch nur eine ausgewogene Unterhaltung führen möchte, an der beide Parteien gleichermaßen beteiligt sind. Hier kann es hilfreich sein, zu informieren, nach welcher Zeit eine Rückfrage angemessen ist, mit der festgestellt werden kann, ob der Gesprächspartner noch Interesse an weiteren Ausführungen hat.
Auch Dinge, die nicht-autistische Personen tun, wenn sie sich in einem Gespräch langweilen, wie beispielsweise ein Herumschauen im Raum, das Schauen aufs Handy, eine unruhige Körperhaltung, bei der zum Beispiel mit den Füßen gewippt oder die Sitzposition häufig verändert wird, können dem Autisten aufgezeigt und erklärt werden. So hat er mit der Zeit die Gelegenheit, die Gesprächssituationen besser einzuschätzen.
Unabdingbar ist allerdings auch, Themen bereitzuhalten, über die jederzeit gesprochen werden kann, auch wenn der Sinn dieser Gespräche eventuell nicht nachvollzogen werden kann.

„Das Modell der Welt im Kopf eines autistischen Menschen ist ein völlig anderes, während sich das in den Köpfen nicht-autistischer Menschen sehr ähnlich ist.“

Gee Vero

Smalltalk

Smalltalk wird von den meisten Autisten als überflüssig betrachtet. Sie erkennen keinen Grund, über offensichtliche und allen bekannte Dinge zu sprechen. Beispielsweise kann auf die Frage: „Sind Sie auch einkaufen?“ bei einer Begegnung im Supermarkt von Menschen im Autismus-Spektrum mit Unverständnis und Verwirrung reagiert werden, weil es keinen anderen Grund geben könnte, in einem Supermarkt zu sein.
Hier hilft es zu informieren, dass gerade solche Themen geeignet sind, um ein Gespräch zu beginnen. Und dass für nicht-autistische Menschen ein derart „weicher“ Einstieg in eine Unterhaltung oder eine Begegnung hilfreich ist. Auch das Wissen über die Chance, mit solchen Themen ein Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, kann für Autisten hilfreich sein. So haben sie eine Handlungsstrategie, wenn sie selbst in Gespräche verwickelt werden, deren Inhalt sie nicht interessiert.
Zusätzlich ist es nützlich, wenn Autisten darüber informiert werden, dass es für Nicht-Autisten angenehm und entspannend sein kann, sich über derart banale Themen zu unterhalten, und dass es nicht in jeder Situation erwünscht ist, sich über Themen zu unterhalten, die ein höheres Maß an Aufmerksamkeit und damit auch an Energie benötigen.

„Das Leben im Autismus ist eine miserable Vorbereitung für das Leben in einer Welt ohne Autismus. Die Höflichkeit hat viele Näpfchen aufgestellt, in die man treten kann. Autisten sind Meister darin, keines auszulassen.“

Axel Brauns

Wahrnehmung

Zu viel, zu wenig oder beides gleichzeitig
Im sensorischen Bereich bestehen bei vielen autistischen Menschen Besonderheiten. Auf Grund einer meist vorhandenen Filterschwäche werden viele Reize gleichzeitig wahrgenommen. In der Folge gelingt ein Fokussieren auf den für die Situation relevanten Reiz nur teilweise oder gar nicht. Es kann beispielsweise das Vogelgezwitscher nicht ausgeblendet oder in den Hintergrund gedrängt werden, um sich auf ein Gespräch oder einen Vortrag zu konzentrieren. Alles ist gleich laut, gleich intensiv, erscheint gleich wichtig.
Umgekehrt können selbst solche Reize, die von Nicht-Autisten als stark oder intensiv erlebt werden, nicht immer so wahrgenommen werden. So kann beispielsweise Schmerz nicht immer ausgedrückt werden, selbst bei einer offensichtlichen Verletzung. Leichte Berührungen können als unangenehm bis hin zu schmerzhaft empfunden werden, wohingegen kräftige Berührungen als angenehm erlebt werden können. Plötzliche, unvermittelte Berührungen werden in der Regel von Autisten als unangenehm empfunden und können zu sehr heftigen Abwehrreaktionen führen.
Auch über die Haut wahrgenommene taktile Reize werden unterschiedlich gespürt. Deshalb kann es schwierig sein, Kleidung zu finden, die vom Menschen im Autismus-Spektrum toleriert werden kann. Hier ist es entlastend, wenn von einem Kleidungsstück, das getragen wird, gleich mehrere besorgt werden. Alle Schilder und Etiketten können entfernt werden. Und wenn es dann immer noch zu Irritationen kommt, hilft es manchmal, die Nähte nach außen zu tragen oder morgens beim Anziehen mehrere Kleidungsstücke auszuprobieren, bis man das gefunden hat, das an diesem Tag ertragen wird.

„Bei vielen Autisten ist das sensorische System so gestört, dass selbst ganz profane Reize unerträglich werden. Die Reize lösen ein wahres Feuerwerk im Gehirn aus.“

Daniela Schreiter

Gewichtswesten oder -decken können bei der Entspannung helfen oder dazu beitragen, den eigenen Körper überhaupt zu spüren. Manche Autisten tragen auch T-Shirts oder Sweatshirts, die ihnen eigentlich zu klein sind und deshalb besonders eng anliegen. Auch dies dient der besseren Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Bei der Wahrnehmung von Reizen besteht im visuellen Bereich die Möglichkeit, die Augen zu schließen und so die Wahrnehmung zu stoppen. Für die Nase geht dies nur teilweise, weil selbst bei zugehaltener Nase noch Gerüche wahrgenommen werden. Akustische Reize können mit entsprechenden Kopfhörern oder Ohrstöpseln gemindert oder ausgeblendet werden.
Jeder Autist hat spezielle Wahrnehmungsbesonderheiten. Um Rücksicht darauf zu nehmen, sollten diese im Gespräch benannt werden und möglichst auch festgehalten werden, was für den Autisten in überfordernden Situationen hilfreich ist.

Unvollständig

Viele Menschen im Autismus-Spektrum haben keine vollständige Wahrnehmung dessen, was sie sehen, hören, riechen oder spüren. Sie erfassen nur Teile, Fragmente. An Beispielen wird dies deutlicher: Beim Betreten eines Raumes wird nur ein Tisch wahrgenommen, obwohl noch mehr Einrichtungsgegenstände vorhanden sind. Oder es wird nur eine Person wahrgenommen, obwohl es mehr Anwesende gibt. Von Gesagtem kommt nur ein Bruchteil beim autistischen Empfänger an. Von einem Becher werden nur Teile wahrgenommen, so dass unklar bleibt, wo er angefasst werden kann. Erst nach längerem Hinsehen oder wiederholtem Hören des Gesagten werden auch die fehlenden Teile wahrgenommen. Manchmal gelingt dies auch nur mit Unterstützung einer anderen Person. Und manchmal gar nicht.
Beim Umgang mit autistischen Menschen ist es hilfreich, sich über derartige Wahrnehmungsbesonderheiten im Klaren zu sein und den Autisten darin zu unterstützen, Fehlendes auch zu erkennen oder damit umzugehen, dass in diesem Moment nicht alles wahrgenommen werden kann.

Beispielsweise kann beim Betreten eines Raumes ein Kind zu allen wichtigen Einrichtungsgegenständen geführt werden und sie können gemeinsam angefasst und benannt werden. Bei erwachsenen Autisten könnte hier der Hinweis auf andere relevante Gegenstände ausreichen. Oder man kann mit dem Autisten zusammen die anderen Personen begrüßen, die auch noch anwesend sind. Wenn das Einschenken in den Becher misslingt, kann der Becher zunächst mit den Händen genau ertastet werden und anschließend ein erneuter Versuch des Einschenkens erfolgen. Falls dies auch nicht klappt, könnte gemeinsam eingeschenkt werden. Hierbei ist es immer wichtig, dem Autisten zu vermitteln, dass dies seine Wahrnehmung ist und diese ernst genommen wird. Langfristig können so Strategien entwickelt werden, mit dieser speziellen Wahrnehmung umzugehen.

Überforderung

Grundsätzliches

Die mit dem Autismus einhergehenden Wahrnehmungsbesonderheiten können zu Situationen führen, die den Autisten überfordern. Sobald sich Anzeichen einer derartigen Überforderung zeigen, sollte eine Möglichkeit gesucht werden, die Situation zu verlassen.
Gut ist, wenn die Autisten diese Anzeichen selbst bemerken und dann entsprechend handeln können. Dies gelingt jedoch nicht immer. In diesen Fällen ist es hilfreich, wenn eine vertraute Person, die die Überforderung bemerkt hat, den Autisten aus der Situation bringt und dafür sorgt, dass dieser sich entspannen kann, um einen Aus- oder Zusammenbruch zu vermeiden. Ob eine Rückkehr in die Ausgangssituation möglich ist, kann dann gemeinsam abgewogen werden.

Eins nach dem anderen

„Bei fast allem, was ich routinemäßig tue, gehe ich Schritt für Schritt vor. Die einzelnen Schritte sind kleine Handlungseinheiten, die von Tag zu Tag die gleichen sind.“

Nicole Schuster

Beim Ausüben von Tätigkeiten können autistische Menschen überfordert sein, wenn gleichzeitig verschiedene Dinge angegangen werden. Es ist sinnvoller, erst einen Schritt sicher zu gehen und dann den nächsten folgen zu lassen. Die Aufforderung, die Spülmaschine auszuräumen und anschließend den Tisch zu decken, könnte in zwei Teile gesplittet werden. So kann der Fokus auf einer Tätigkeit bleiben und die Wahrscheinlichkeit, dass es dann gelingt, die Tätigkeit vollständig auszuführen, vergrößert sich.

Wenn eine Aufforderung an einen Autisten gerichtet wird, sollte ihm auch immer ausreichend Zeit gegeben werden, das Gesagte zu verarbeiten und zu verstehen. Hier ist es hilfreich, keine Zwischenfragen zu stellen, da sonst der Gedanke wieder vom Beginn an gedacht werden muß.
Auch autistische Erwachsene sind beim Vermögen, Dinge zu tun, von der Tagesform abhängig. An „schlechten Tagen“ kann es erforderlich sein, Unterstützung zu geben, damit der Autist sein Ziel erreicht.

Herausforderndes Verhalten

In die eine Richtung

Menschen im Autismus-Spektrum können immer wieder extreme Verhaltensweisen zeigen, die das Umfeld stark herausfordern können. Hier ist es hilfreich, wenn die Personen im Umfeld möglichst ruhig bleiben und versuchen herauszufinden, was der Autist mit seinem Verhalten „sagen“ möchte. In der Regel gibt es eine Ursache, einen Grund für ein derartiges Verhalten. Daher ist es nutzlos, dem Autisten zu sagen, er solle das Verhalten beenden.
Die Herausforderung für das Umfeld besteht hier darin, geduldige Ursachenforschung zu betreiben und auch im Gespräch mit dem Autisten zunächst alles als einen Hinweis zu betrachten. Oftmals werden diese Hinweise nur in kleinen Teilen oder zeitlich sehr verzögert gegeben, weil der Mensch im Autismus-Spektrum nicht in der Lage ist, alles (gleich) zu benennen. Mit der Zeit entwickelt sich ein Bild und dann kann versucht werden, künftig Abhilfe zu schaffen oder andere Lösungsstrategien für derartige Situationen zu entwickeln.

Und in die andere Richtung

Menschen im Autismus-Spektrum erleben das Verhalten von Nicht-Autisten auch immer wieder als herausfordernd. Dies kann der Fall sein, wenn die Nicht-Autisten Dinge tun, die vom Autisten nicht nachvollzogen werden können, die entgegen getroffene Absprachen oder Normen und Regeln sind oder die auf Grund der Wahrnehmungsbesonderheiten des Autisten als unangenehm empfunden werden.
Um als Nicht-Autist Verhaltensweisen zu vermeiden, die vom Autisten als herausfordernd erlebt werden, hilft es, im Gespräch diese Dinge zu benennen und gemeinsam darüber zu reden, welches Verhalten vom Autisten besser toleriert werden kann oder welches Verhalten dem Autisten eine bestimmte Situation erträglicher machen kann.

Lernen aus Erfahrung – exakt gleich gibt es nicht

Ein Lernen aus Erfahrung ist für Menschen im Autismus-Spektrum zumindest schwierig. Ein Beispiel mach dies deutlich: Ein Autist geht im Winter trotz eines entsprechenden Hinweises nur mit dem T-Shirt bekleidet längere Zeit nach draußen. In der Folge hat er einen Schnupfen. Die Erklärung, dass er sich den Schnupfen geholt hat, weil er zu dünn angezogen war, wird der Autist zwar hören, aber es folgen meist keine Handlungskonsequenzen, weil der Mensch im Autismus-Spektrum nicht generalisieren kann. 

Das bedeutet, dass die autistischen Menschen Situationen, die Nicht-Autisten als identisch bezeichnen würden, wie beispielsweise ein kalter Wintertag, jedes Mal neu erleben und einordnen. Es wird keine zwei Tage geben, an denen zu einem bestimmten Zeitpunkt Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windstärke und -richtung exakt gleich sind. Aus Sicht des Autisten gibt es also ausschließlich unterschiedliche Wettersituationen. Wenn nun bei einer dieser Wettersituationen keine Jacke getragen wurde und ein Schnupfen die Folge war, kann für den Autisten nicht daraus geschlossen werden, dass an Tagen mit ähnlichen Wetterverhältnissen auch eine Jacke getragen werden sollte.

Hier kann es hilfreich sein, Pläne mit Temperaturen und Niederschlägen zu erstellen, aus denen abgelesen werden kann, welche Kleidung angemessen ist. Wenn hier im Zweifelsfall zu wärmerer Kleidung gegriffen wird, die im Zwiebelprinzip getragen wird, können später Korrekturen vorgenommen werden.

Stimming – in jedem Alter

Was ist das?

Stimming ist eine Abkürzung und bedeutet „self-stimulating Behaviour“, wörtlich übersetzt „selbst-stimulierendes Verhalten“. Beim Stimming werden Bewegungen, Geräusche, Laute oder Worte wiederholt, es kann auch immer wieder an einem Gegenstand gerochen werden oder etwas Bestimmtes angeschaut oder ertastet werden.
Mit Stimming reagieren Menschen im Autismus-Spektrum, um entweder auf zu viele Reize zu reagieren und sich damit herunterzuregulieren. Oder um ein zu niedriges Reizniveau anzuheben. Es geht also um das Erreichen eines als subjektiv empfundenen angenehmen Zustandes oder um die Fokussierung auf etwas Bestimmtes.

Beispiele für Stimming sind Flattern mit den Händen, Fingerschnippen, Klatschen, Trommeln mit Fingern oder Füßen, Schaukeln, Drehen von Gegenständen, Anschauen rotierender Gegenstände oder bestimmter Muster, Drücken eines Stressballes, Kauen auf Gegenständen, Umherrennen, Trinken von eiskaltem Wasser, schnelles Wiederholen von Lauten oder Wörtern, sich unter (schwere) Gegenstände legen, sich in enge Nischen setzen und vieles mehr.

Ist Stoppen sinnvoll?

Stimming hat immer eine Funktion. Deshalb ist es nicht sinnvoll, es zu unterbrechen oder zu stoppen. Gemeinsam mit dem Autisten sollte versucht werden, eine Form des Stimmings zu verwenden, die die Umgebung gut tolerieren kann. Fingerschnippen, das schnell wiederholte Drücken auf den Knopf des Kugelschreibers, mit dem die Mine herein- und herausgelassen werden kann, Herumrennen oder das Machen von Geräuschen sind nicht in jeder Umgebung angebracht.

„Beim Stimming dreht ein Autist also an einer Art Knopf, um weder hochzufahren noch eine sensorische Überlastung zu erfahren.“

Gee Vero

Hier können andere Formen gefunden werden, wie beispielsweise das Drücken eines Taschentuches oder Stressballes, der in der Hosentasche unauffällig mitgenommen werden kann. Oder das Rückwärtszählen nur im Kopf. Oder das Spielen mit einem Gegenstand, der so leise Geräusche macht, dass sie nicht störend sind. Wenn es um akustisches Stimming geht, könnte die Lösung im Tragen von Kopfhörern liegen, über die dann die Geräusche oder die Musik gehört werden kann, die als angenehm empfunden wird. Anstatt Herumzulaufen könnte vielleicht das Bewegen der Zehen in den Schuhen genügen. Um dem Impuls, auf etwas zu kauen nachzugeben, könnten Möhrenstifte oder Äpfel griffbereit sein.
Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, die Funktion des Stimmings für den Autisten zu erkennen, sie anzuerkennen und eine für alle verträgliche Form zu finden.

Ein wertvolles Instrument

Stimming ist für Menschen im Autismus-Spektrum eine Möglichkeit zur Selbstregulierung. Sie verbessern ihre Eigenwahrnehmung dadurch, dass immer mehr Situationen erkannt werden, in denen eine Regulation mit Hilfe von Stimming zur Entlastung oder Fokussierung beiträgt. Somit ist Stimming ein wertvolles Instrument, um mit den Auswirkungen des Autismus in dieser Welt besser zurecht zu kommen.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Zusätzlich zu dem, was Nicht-Autisten intuitiv machen, müssen Menschen im Autismus-Spektrum vieles erlernen, um sich nicht selbst durch ihr Verhalten auszugrenzen, das andere vor den Kopf stößt. Beim Einhalten der Regeln und Normen, die in unserer Gesellschaft nun einmal gelten, ist es sinnvoll, im Gespräch zu klären, was jeweils angemessen ist. Es dürfen aber auch Verhaltensweisen, die von der Gesellschaft oder dem Umfeld des autistischen Menschen „einfach“ erwartet werden, daraufhin überprüft werden, in welcher Form sie einerseits angemessen sind und vom Umfeld toleriert werden können und sie andererseits vom Autisten auch bewältigt werden können. Ein Beispiel macht dies deutlich: es ist hierzulande üblich, sich bei der Begrüßung die Hände zu schütteln, manchmal gefolgt von einer Umarmung oder ersetzt durch diese. Vielen Autisten ist dies unangenehm. So könnte ein Austausch darüber stattfinden, dass bei einer Begrüßung zunächst ein kontaktloses „Hallo“ oder „Guten Tag“ gesagt werden und wenn die Tagesform es zulässt, ein kurzes Händeschütteln. Es fällt den autistischen Menschen leichter, solche Rituale einzuhalten, wenn sie verstanden haben, dass sie mit einer den Regeln entsprechenden Begrüßung als zugehörig zu der jeweiligen Gruppe gesehen werden. Sie verstehen, dass sie dadurch nicht vom ersten Moment an als anders auffallen und somit vielleicht dazugehören können.
Eine Umarmung jedoch kann bei jeder Begrüßung vermieden werden, wenn sie dem Menschen im Autismus-Spektrum unangenehm ist.
Mit dem bei Bedarf geduldigen Erklären und Einüben von Verhaltensmustern und -strukturen, die gesellschaftlich akzeptiert sind, wird auch der autistische Mensch ein Teil der Gemeinschaft, anstatt an deren Rand zu stehen oder gar von ihr isoliert zu werden.

Versuch und Irrtum

In der Regel möchten Menschen im Autismus-Spektrum nicht auffallen oder sich unangemessen benehmen. Aus diesem Grund beobachten sie häufig im Alltag, bei Filmen oder in Büchern Verhaltensweisen und Reaktionen, die sie dann selbst auch ausprobieren. Derartige Versuche können gelingen oder nicht.

Die Erfahrung zeigt, dass von den Autisten immer wieder Annahmen getroffen werden, die auf den Beobachtungen beruhen, aber nicht im Gespräch mit anderen überprüft werden. Auf diese Weise entstehen Missverständnisse, die sich in der Regel im Austausch miteinander klären lassen.

Sicherheit

Vorhersehbarkeit und Klarheit geben Sicherheit. Auf diese einfache Formel kann das Erleben autistischer Menschen gebracht werden. Deshalb ist es hilfreich, Strukturen und Tagesabläufe zu schaffen, die möglichst vorhersehbar und klar sind. Welche Hilfsmittel für den jeweiligen Autisten dabei hilfreich sein können, ist genauso individuell wie die Ausprägung des Autismus bei den einzelnen.
Manche nutzen Elemente des TEACCH, andere haben individuelle Listen und Übersichten für einzelne Tätigkeiten oder Abläufe. Diese können sichtbar an der Wand angebracht sein oder auf dem Handy oder Laptop abgerufen werden. Die meisten Autisten erleben es als entlastend, wenn jeder Gegenstand in der Wohnung oder in ihrem Zimmer einen festen Platz hat, der eventuell auch beschriftet oder mit einer Farbmarkierung versehen ist.

„Ich habe meine Pläne A, B, C, D, E und F. Wenn A nicht geht, dann B und so weiter. Meine selbst erarbeitete, geplante Flexibilität.“

Peter Schmidt

Für Sicherheit im Tagesablauf können Tages-, Wochen- und Monatspläne helfen. Auch hier kann mit verschiedenen Spalten und Farbkodierungen gearbeitet werden. So werden die verschiedenen Tätigkeiten eines Tages transparent und der Autist kann sich auf das einstellen, was kommen wird. Selbstverständlich wird es nicht möglich sein, immer alle Punkt auf dem Tagesplan genauso, wie sie geplant waren, umzusetzen. Aber wenn es zu einer Ausnahme gekommen ist, kann es hilfreich sein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum gewohnten Ablauf zurückzukehren. Dies alles sind nur eine kleine Auswahl an Vorschlägen, es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten, die jedoch immer auf den individuellen Einzelfall angepasst werden sollten.

Stärken stärken

Der Alltag eines autistischen Menschen zeigt immer wieder sehr deutlich, in welchen Bereichen (noch) Defizite vorhanden sind. Die Autisten wünschen sich häufig eine Bewältigung dieser Defizite, um besser durchs Leben zu kommen. An Stellen, an denen eine professionelle Unterstützung sinnvoll und zielführend ist, sollte diese gewählt werden.

Auch nicht-autistische Personen haben Schwächen und Defizite, sie sind nicht rundum perfekt. Bei ihnen liegt der Fokus der Beurteilung allerdings nicht die überwiegende Zeit auf genau diesen Schwächen und Defiziten. Wir alle haben gelernt, mit unseren Schwächen zu leben. Es ist ganz normal, nicht alles zu können und sich nicht auf jedem Gebiet gleich gut auszukennen. Diese Vielfalt ist entlastend für den einzelnen und in der Gemeinschaft finden sich in der Regel Lösungen für anstehende Probleme.
Wenn sowohl den Autisten als auch den Personen in ihrem Umfeld dieser Perspektivwechsel gelingt, treten die Stärken und besonderen Begabungen dieses Autisten in den Vordergrund. Dann kann nach Wegen gesucht werden, diese Stärken und Begabungen auszubauen und nicht den Eindruck zu vermitteln, der Autist bedürfe dauernder Therapie, weil etwas nicht in Ordnung ist mit ihm. Das Wahrnehmen der Besonderheit der Menschen im Autismus-Spektrum kann für die Personen in deren Umfeld dabei hilfreich sein, sich zu freuen, mit den Autisten diesen Weg zu gehen und Einblick in ihre ganz besondere Welt zu erhalten.