Schwierigkeiten Hochbegabter

H. Asperger ©

(Wann Asperger diese Abhandlung geschrieben hat, ist uns leider nicht bekannt)


Über die Aufgabe hinaus, ein reizvolles Problem heilpädagogischer Diagnostik und Therapie darzustellen, hat dieser Abschnitt im Gefüge des ganzen Werkes eine wichtige Aufgabe: nämlich zu zeigen, dass menschliche Existenz immer ihre Schwierigkeiten und Gefährdungen hat, dass niemandem etwas geschenkt wird, ohne dass er es mit ganz spezifischen Belastungen erkaufen, man könnte auch sagen: verdienen müsste. Dichter und Biographen, die imstande sind, Menschen in ihrer ganzen Komplexität, ihrem Tiefgang zu schildern, haben immer wieder beschrieben, wie gerade die höchstbegabte, die geniale Persönlichkeit immer "ein Mensch mit seinem Widerspruch" ist. Das ging so weit, dass für manche Beschreiber "Genie und Irrsinn" in gesetzmäßigem Zusammenhang gesehen werden, dass die Biographie eine Pathographie wird!

Nicht zuletzt soll aber von uns mit der Schilderung in diesem Kapitel der mancherorts herrschenden Auffassung entgegengetreten werden, die Heilpädagogik habe sich nur mit der Betreuung gestörter, vor allem intellektuell defekter Kinder zu beschäftigen. Eine solche Einstellung würde das Bild dieser schönen Wissenschaft sehr verengen. Nur dann versteht man ja "das Kind" wirklich, wenn man die Breite seiner Erscheinungsformen kennt, freilich auch die unabdingbar mit jeder Ausprägung verbundenen Schwierigkeiten in den Blick bekommt. Aber diese Handikaps bedürfen ebenso des Verstehens und der Hilfe, wie die geistig Behinderten das brauchen.

Sehr energisch soll aber auch denen widersprochen werden, denen das Wort "minderwertig" allzu leicht über die Lippen kommt. Die Zeiten, die unmittelbar hinter uns liegen, müssten uns doch gelehrt haben, welche zutiefst inhumanen, ja mörderischen Konsequenzen das zwangsläufig nach sich zieht: das Wort "lebensunwert" liegt dann nicht mehr fern! Nun waren die Menschen von solcher Einstellung ja völlig blind gegenüber der Tatsache, dass sie selber, die sich rassisch und charakterlich so hochwertig dünkten, mit ihrer eiskalten und irrealen Ideologie und mit manchen anderen "psychopathischen" Zügen schwer abnorme Persönlichkeiten waren und sich aus dem Kreis des Menschlichen ausgeschlossen. Einer der Mächtigsten der damaligen Zeit sprach von "Intelligenzbestien" - spottete er seiner selbst? oder war ihm, der sich damit selber malte, wider Willen die Wahrheit entschlüpft, dass eine hohe Intelligenz, wenn sie nicht gehalten ist von Gemütskräften, sehr wohl verbunden sein kann - wir meinen: ursächlich verbunden - mit gefährlichen charakterlichen Anomalien? Angesichts solcher, für viele Mitmenschen verhängnisvoller Lebensläufe erhebt sich eine Grundfrage der Psychotherapie, kaum zu beantworten freilich: Hätte eine früh einsetzende Behandlung, welche die in der Zukunft drohende charakterliche Entwicklung mit all ihren komplizierten Kausalitäten erkannt und in diese eingegriffen hätte, das Unheil abwenden können?

Angepasst - Unangepasst

Intellektuell hochstehende Typen erregen früh Konflikte mit ihrer Umgebung, früher meist als geistig unterentwickelte. Diese letzteren passen sich mit primitiven Mitteln, mit gut funktionierenden Instinkten, oft recht gut an die gegebene Situation an, die Eltern glauben, es würde sich schon alles entwickeln, wenn auch etwas verspätet; auch in den sozialen Kontakten reagieren sie, von ihren Instinkten geführt, einigermaßen normal. Und wenn nicht einzelne Defekte stark hervortreten, z. B. ein Sprachrückstand, entdecken Eltern manchmal erst spät, etwa erst bei der Einschulung, dass eine Entwicklungshemmung vorliegt (recht tragisch, denn dann hat man oft schon viel an Förderungsmöglichkeiten versäumt).

Anders ist es bei den intellektuell Vorentwickelten. So große innere Schwierigkeiten sie auch oft haben, eignet ihnen meist eine starke, überdurchschnittliche spontane Aktivität, die sie rücksichtslos ins Spiel bringen. Sie erkennen die vorgesetzten Verhaltensregeln nicht an, sie ,,müssen" ihren eigenen Weg gehen und dieser widerspricht oft den gestellten Vorschriften, verursacht Konflikte mit dem Lehrer, natürlich auch mit den Eltern sowie mit den Kameraden.
Die Kinder, die wir in diesem Kapitel behandeln, sind nicht die "gut Angepassten", welche ohne Widerstand das ihnen Aufgegebene ausführen, brav lernen, ohne nach links oder rechts zu schauen, ohne nur im geringsten von dem ihnen vorgeschriebenen Weg abzuweichen. Auch ihr sonstiges Verhalten ist ohne Tadel, die Noten in "Betragen" (in den früheren Zeugnissen hieß es sogar in einem moralisierenden Jargon: "Sittliches Betragen") sind die bestmöglichen. Solche "Vorzugsschülertypen" zählen aber gewöhnlich nicht zu den "Hochbegabten". Schon der Volksmund weiß, dass aus Kindern mit guten Schulzeugnissen im späteren Leben öfters nicht viel wird, während andererseits Menschen, die sich als Genies herausstellen, schlechte Schüler waren; also natürlich gibt es Hochbegabte, welche alle Schulanforderungen spielend gemeistert haben und die sich dann auch im Leben voll bewähren. So gehört für uns zum Begriff hoher (intellektueller) Begabung die Fähigkeit, logisch zu denken, gewiss auch sprachlich gut zu formulieren, vor allem aber eine Spontaneität in der Zuwendung zu geistigen Problemen, in eigenständigen Interessen, in der Kritik anderen und sich selbst gegenüber. (Diese Fähigkeit, sich selbst - und damit auch andere - zu erkennen, als "gnothi sauton" auf dem Giebel des Apollotempels zu Delphi aufgeschrieben, stand ja am Anfang des Abendlandes, ja hat dieses geradezu begründet.) Und eben diese Fähigkeit offenbart sich bei Hochbegabten deutlich schon im Kindesalter in bohrenden, nicht nachgebenden Fragen, in selbständigen und kritisch ausgeführten Versuchen ("learning by trial and error" nach Dewey).

Es ist klar, dass solche Kinder nicht "bequem" sind, sondern in der Familie wie in der Schule beträchtliche Probleme bereiten ("problem children" in der angelsächsischen Literatur). Der Respekt vor dem Erwachsenen, vor der Autorität, steht bei ihnen nicht hoch im Kurs. Viel wichtiger ist ihnen, was sie selber meinen. Die beiden Wahlsprüche des Theophrastus Paracelsus: "sapere aude!", "wage es zu denken!" und "alterius non sit, qui suus esse potest", "keinem anderen soll gehören, der Er Selber sein kann" - sind Ausdruck dieser Fähigkeit, dieser Geisteshaltung, und das findet sich eben auch schon bei jungen Kindern.

Konflikt-Terrain

Schon im Kleinkindalter und schon in der Familie ergeben sich bei solchen Kindern schwere Konflikte, vor allem dann, wenn Eltern der Auffassung sind, das Kind "gehöre" ihnen als Eigentum, über das sie beliebig verfügen könnten, anstatt dass sie es von Anfang an als eigenständige Person respektierten (die man wohl solange leiten muss, wie sie zur Freiheit noch nicht imstande ist, bei der man aber der Selbständigkeit, sobald sie nur aufblitzt, Raum zu geben hat). Aber es ist klar, dass es verschiedene Auffassungen geben kann - nicht nur verbal, sondern im gegenseitigen Sich-verhalten -, wie weit die Selbständigkeit des Kindes zu gehen hat. Die Erscheinungsformen solcher Konflikte sind vielfältig: von den noch unreflektierten, aber sehr wirkungsvoll agierten Trotzreaktionen des Kleinkindes, über Aggressionen oder "asthenisches" Sich-zurückziehen in Angst und Hemmung, bis zu überlegten und darum nicht ungefährlichen Bosheitsakten.

Nicht weniger vielfältig sind die Konfliktmöglichkeiten bei hochbegabten Kindern in der Schulsituation (was verwunderlich scheinen könnte, da ein solches Kind hier doch die besten Chancen haben sollte!). Aber es mag gar nicht daran interessiert sein, was der Lehrer vorbringt und wie er es tut; es hat manchmal seine eigenen Denk- und Arbeitsmethoden und ist nicht gewillt, denen des Lehrers zu folgen, und sagt das oft auch dem Lehrer höchst respektlos ins Gesicht. Und besonders wenn der Lehrer eitel, von der Perfektion seiner Methoden überzeugt, nicht fähig zu einem Gespräch mit einem Kind ist, dann gibt es Krieg, den das Kind infolge des Einsatzes disziplinärer Mittel verlieren muss, den aber auch der Lehrer, der da geistig nicht überlegen ist, nicht gewinnt. Ist die geistige Begabung des Kindes wirklich überragend, so wächst das Kind schließlich über die Konflikte hinaus; aber es kann in ihm viel zerstört worden sein, vor allem an der Fähigkeit, sich sozial zu verhalten.

Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass sich in unserer Beschreibung vieles mit dem deckt, was im Kapitel über den kindlichen Autismus geschildert wurde. Und tatsächlich gibt es da Beziehungen. Die starke Spontaneität im Denken und Handeln, die guten Abstraktionsleistungen, die eigenständige Sprache - das war hier und dort zu beschreiben; auch die Art der Konflikte, die wir eben geschildert haben, finden wir bei unseren "Autisten". Wollen wir versuchen, die "Hochbegabten", über deren Typenzugehörigkeit nichts auszusagen ist, und die Autisten gegeneinander abzugrenzen, so ist wohl die Kontaktstörung der Autisten, sind die herabgesetzten Beziehungen zu anderen Menschen das unterscheidende Kriterium. Es ist aber zu sagen, dass die heilpädagogischen Forderungen hier und dort die gleichen sind.

Vom Umgang mit Hochbegabten

Es wurde in diesem Werk schon des öfteren gesagt, dass die Heilpädagogik, die Beschäftigung mit aus der Durchschnittsnorm herausfallenden Kindern, die Pädagogik vieles lehren kann. Hier wäre von der Schule zu fordern, dass der Lehrer in jeder Hinsicht individualisieren muss; er soll nicht die Aufgabe sehen, eine Masse von Schülern einem gemeinsamen "Klassenziel" zuzuführen, streng an den für alle verpflichtenden Lehrplan gebunden. Natürlich muss im Unterricht Ordnung herrschen und der Lehrer hat den Verlauf zu führen, es darf sich die Arbeit nicht in ein Geplauder innerhalb der Klasse auflösen. Aber der Lehrer darf sich freuen, wenn ein Kind zum Lehrstoff eigene Beiträge, ihm aufblitzende Erkenntnisse hinzufügt. Der Lehrer wird das in seine Unterrichtsgestaltung einbauen, dafür fruchtbar machen, wird auch originelle sprachliche Formulierungen eines Kindes voll anerkennen. Überhaupt gehört ja die "naszierende" Sprache des hochbegabten Kindes zum Erfreulichsten, was einem fühlsamen Menschen begegnen kann: die Welt wird neu in der Kindersprache (und man darf sich darüber schämen, wie abgegriffen, ja verderbt die Umgangssprache, auch die Sprache der Reklame und der Politiker geworden ist).

Aber der Lehrer, der das Glück hat, ein hochbegabtes Kind in seiner Klasse zu haben, soll diesem nicht nur in seinen Interessen und seinen Erkenntnissen Raum geben, sondern er soll diese auch selber zu fördern bestrebt sein. Denn die Fortschritte eines solchen Kindes kommen nicht nur aus seinen angeborenen Fähigkeiten, sondern es werden Anregungen von außen willig aufgenommen und in die Persönlichkeit eingebaut. Der Verfasser dieses Beitrags erinnert sich gern an "Erweckungen" durch begeisterte Lehrer, auch an die Stunden, die er, mit Kameraden, in der Wohnung dieses oder jenes Lehrers verbrachte bei Gesprächen, beim Umgang mit den Büchern des Lehrers - und er weiß, dass diese Erlebnisse aus dem Gewirk seines Lebensschicksals nicht wegzudenken sind.

Es ist unbedingt notwendig, dass der Lehrer Sonderbegabungen und Sonderinteressen eines Kindes (die manchmal recht isoliert sind) erkennt, dass er sie bejaht und von der Warte des lebenserfahrenen und einsatzbereiten Erziehers zu fördern sucht. Es ist schlimm, wenn dem Lehrer solche Äußerungen des Kindes (die freilich oft sehr respektlos vorgebracht werden) nur lästig und störend sind, wenn er "mit Rücksicht auf die Klassen-Disziplin" so etwas abschneiden will. Sicher kann er damit in einer kindlichen Seele Schaden anrichten - es sei denn, dass ein hochbegabtes Kind an solchen Widerständen wächst, aber wer vermag solche komplexen Kausalitäten ganz zu durchschauen?

Aus dem eben Gesagten dürfte aber deutlich hervorgehen, dass dem hochbegabten Kind nur eine Schule frommt, die gut zu differenzieren vermag, die also diesem Kind erhöhte Anforderungen stellt, sonst ist es unterfordert, die Schule ist ihm langweilig, es beteiligt sich nicht und entwickelt auch seine Fähigkeiten nicht so, wie das möglich wäre (umgekehrt sind ja weniger begabte Kinder in einer Schule, wo man sich auf die Besseren einstellt, leicht überfordert, es kann sich eine schwere Entmutigung bei diesen einstellen).

So erheben sich bei erfahrenen Pädagogen Bedenken, wenn man Kinder, die sich in der intellektuellen Begabung allzu sehr unterscheiden, in einer Klasse zu "integrieren" versucht. Es ergibt sich die Gefahr, dass sich dann die Klasse "nach unten nivelliert" ("Da alles gleich - ei ja, weil alles niedrig!", F. Grillparzer im "Bruderzwist in Habsburg"). Gewiss, man verlangt in der heutigen soziologischen Situation mit Recht für alle Kinder "Chancengleichheit" man will allen gute Aufstiegsmöglichkeiten zukommen lassen. Aber es hat sich im Lauf der Zeiten immer wieder gezeigt, dass Hoch- oder gar Höchstbegabte ihre Chance zu wahren wussten, dass sie auch in einem höchst schwierigen Milieu ihren Weg fanden.

Aber wie immer man sich zur Frage der integrierten oder von einer bestimmten Schulstufe an differenzierten Schule stellen mag, eins sollte feststehen: Hochbegabte Kinder brauchen einen Lehrer, der nicht in Routine und fest umgrenzten Lehrplänen erstarrt ist, einen, der die Besonderheit und Einmaligkeit des Kindes erkennt und damit umzugehen vermag, der geistig damit korrespondiert, der auch die Schwierigkeiten, die solche Kinder nach dem Bildungsgesetz ihrer Person bereiten müssen, erträgt, ja für das Kind fruchtbar macht, etwa dadurch, dass er das Kind schon früh zur Selbsterkenntnis und Selbstkritik geleitet. Für solche Arbeit gerade an hochbegabten Kindern wird der Lehrer ja reich belohnt: er darf menschliche Kreativität miterleben, ja er darf sogar etwas so Kostbares fördern. Dabei ist es keineswegs so, dass schöpferische Leistungen eines jüngeren Kindes unter denen eines älteren Menschen stehen müssen, sie können vielmehr ganz gleichwertig sein, man denkt hier an den tiefsinnigen Mythos von Pallas Athene, der Göttin geistiger Schöpferkraft: Sie wird nicht als hilfloser Säugling geboren und wüchse erst langsam heran; nein, sie springt vollgerüstet, im Besitz aller ihrer Kräfte, aus dem Haupt des Zeus!

Haben wir eben davon gesprochen, wie großartig schöpferische Leistungen sein können, so darf nicht vergessen werden, dass es für das Leben, vor allem das Zusammenleben mit anderen, nicht nur auf die Intelligenz ankommt, sondern, nicht weniger bedeutsam, auf menschlichen Kontakt, auf Rücksichtnahme auf andere, auf die Fähigkeit, "mit anderen zu sein", also auf Gemüts-, Gefühlswerte. Sicherlich ist es für den Lehrer schwieriger, auf solche Fähigkeiten hin zu erziehen als auf intellektuelle. Aber auch das muss er versuchen, mehr als durch Worte durch Erlebenlassen von Beispielen aus dem Leben. Wir haben schon gesagt, dass Hochbegabte deutliche Berührungspunkte mit autistischen Kindern haben oder zweifelsfrei zu dieser interessanten Gruppe von Charakteren gehören. So wird es aber evident, wie schwer es sein muss, gerade auf dem Gebiet dieser sozialen Erfordernisse "Lebenshilfe" zu leisten. Der Lehrer darf sich dieser Aufgabe nicht entziehen.

Wir haben die Problematik des hochbegabten Kindes in der Schule ausführlich behandelt. Das war notwendig, denn hier scheinen die großartigen Möglichkeiten dieser Kinder zuerst auf, hier erheben sich gesetzmäßig die dazugehörigen Konflikte. Was ist nun in der Familie zu tun?

Die Eigenständigkeit, das unbekümmerte Durchsetzen der eigenen Interessen, das diesem Typus eignet, das macht auch in der Familie beträchtliche Erziehungsschwierigkeiten, zumal wenn die Eltern ähnlich geartet sind (und von wem sollte denn das Kind anders seine Art haben, nach allen Gesetzen der genetischen wie der sozialen Vererbung?).
Sind die Eltern, ihrer Begabung nach, Erfolgsmenschen modernen Typs, so bleibt freilich keine Zeit und keine Motivation für die Förderung des hochbegabten Kindes und doch wären hier großartige Möglichkeiten gegeben, so wie in keiner anderen sozialen Gruppierung. Wer könnte so gut wie der Vater die bohrenden, in die Tiefe menschlicher wie wissenschaftlicher Problematik gehenden Fragen des Kindes beantworten? Wer könnte es in die Natur, in die Museen, in die eigene Bücherei führen, wenn nicht er? Wer sollte nicht tiefe Freude empfinden darüber, dass da jemand den eigenen Weg fortsetzt, vielleicht gar mit der Chance, noch wesentlich weiter zu kommen - wenn nicht der Vater? Moderne Psychologen haben die Gefahren beschrieben, die in einer "vaterlosen Gesellschaft" drohen; hier gibt es ebenso schwere Versäumnisse wie Chancen und Erlebnisse für die Eltern, wohl besonders für den Vater, die das Leben lohnen.

Menschliche Freiheit ist ein hohes Gut, wohl das höchste im Leben. Wir wissen, wie selten sie sich ganz verwirklicht, wie sehr sie von Kritikschwäche und von einer "dem Gesetz des Geistes widerstreitenden" Triebhaftigkeit eingeschränkt wird. Hochbegabte Menschen sind am ehesten zur Freiheit fähig, aber es mögen bei ihnen die dabei auszutragenden Kämpfe am schwersten sein. Die zur Erziehung hochbegabter Kinder Berufenen sollten mit allen ihren Kräften, durch Erkennen und Führen, ihnen in ihren Schwierigkeiten zu helfen bestrebt sein.


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letztes Update: 05.01.2005

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