Beruf und Arbeit


Nur wenige Menschen mit Autismus schaffen eine Berufs-Ausbildung und eine berufliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ohne Hilfestellung. Die meisten sind auf Unterstützung und Förderung im Bereich der Rehabilitation angewiesen.

Das Bundesarbeitsministerium zu Rehabilitation: (Zitat)

Hilfe für behinderte Menschen

Wer körperlich, geistig oder seelisch behindert ist oder wem eine solche Behinderung droht, hat ein Recht auf Hilfe. So bestimmt es das Sozialgesetzbuch. Und zwar auf die Hilfe, die notwendig ist, um die Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu bessern, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder ihre Folgen zu mildern. Dazu gehören auch die Hilfen, die behinderten Menschen einen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Platz in der Gemeinschaft, insbesondere im Arbeitsleben, sichern.

Rehabilitation heißt das Fachwort dafür. Es steht für etwas, das für den einzelnen von großer Bedeutung ist: die Aussicht, wieder oder erstmals ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Rehabilitation - das sind alle Maßnahmen, die dazu dienen, behinderte Menschen einzugliedern. In der Bundesrepublik soll sich niemand ausgeschlossen fühlen. Deshalb stehen Leistungen zur Rehabilitation allen Menschen zu, die behindert oder von einer Behinderung bedroht sind und deshalb besondere Hilfen benötigen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Ursachen die (mögliche) Behinderung hat. Die Hilfe kann bei den Folgen eines Kriegsleidens ebenso notwendig sein wie nach Verkehrs- oder Arbeitsunfällen. Auch Menschen, die durch Krankheit oder Verschleißerscheinungen aus ihrem bisherigen Beruf herausgerissen werden, benötigen möglicherweise Hilfen - und natürlich auch jene Menschen, die von Geburt an behindert sind.

Was für behinderte Menschen getan wird, ist kein Almosen, keine milde Gabe, dient nicht der Beruhigung des schlechten Gewissens. Es ist die Hilfe der Gemeinschaft für diejenigen, die sich nicht selbst helfen können. Eine Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Hilfe muss so gut und so umfassend wie möglich sein. Und sie muss dem individuellen Hilfebedarf des Einzelnen, d. h. Mann, Frau oder Kind, Rechnung tragen.


Eine „Untersuchung zum Abbau der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen“ , die die ehemalige Bundesanstalt für Arbeit im Jahr 2002 beim infas-Institut in Auftrag gegeben hat, ergab, dass ein umfassender, maßgeschneiderter Service aus einer Hand einer der wichtigsten Ansatzpunkte für die Optimierung der Vermittlung schwerbehinderter Menschen ist.

So wird zur Vermittlung von schwerbehinderten Menschen ein Case-Management gefordert, wie es bereits teilweise von den Integrationsfachdiensten durchgeführt wird.

Weiterhin wurde untersucht, unter welchen Voraussetzungen Arbeitgeber bereit sind, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen, wobei auch deutlich erkannt wurde, dass die Unternehmen eine Betreuung, Beratung und Förderung aus einer Hand wünschen.

Eine größere Flexibilität und Kooperation ist notwendig.

Der gesamte Bericht wird beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg, voraussichtlich im Oktober 2004 veröffentlicht.


Gesetze zum Arbeitsrecht und zum Arbeitsschutz
(beim Bundes-Arbeitsministerium)

wichtige Seiten bei der Argentur für Arbeit (ehemals Arbeitsamt)

Berufliche Rehabilitation und schwerbehinderte Menschen

"Blaues Buch"
- Berufliche Rehabilitation junger Menschen - Handbuch für Schule, Berufsberatung und Ausbildung -
Stichwort: "Autismus"

Bundes-Ausbildungsförderungs-Gesetz (BAFöG)

besondere Ausbildungsregelungen für Behinderte

Berufsbildungswerk (BBW)

Berufsförderungswerk (BFW)


besondere Einrichtungen
- speziell zur beruflichen Förderung autistischer Menschen

Integrationszentrum M-Aut Menschen mit Autismus / München
initiiert und in Mitarbeit mit "Hilfe für das autistische Kind"

Berufsbildungswerk Abensberg

"Wir haben uns im BBW Abensberg in den letzten Jahren intensiv mit dem Personenkreis der autistischen Menschen befasst, um Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen förderung und Integration autistischer Menschen geben zu können."
"Als eine der ersten Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation haben wir uns den Problemen der beruflichen Eingliederung von Menschen mit autistischen Syndromen gestellt. In enger Abstimmung mit Elternverband, Kostenträgern und Partnern aus Wissenschaft und Forschung entwickeln wir spezielle Angebote, gestalten die hierfür erforderlichen Rahmenbedingungen und qualifizieren engagierte Mitarbeiter für diese besondere Aufgabe.
Alle Förder- und Begleitmaßnahmen für Menschen mit autistischen Syndromen sind eng an das TEACCH-Modell angelehnt".


weitere wichtige Seiten im Internet

Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Behinderten

Auflistung über Berufsförderungswerke (beim VdK)

ZB-Net Zeitschrift für Behinderte im Beruf -online-
(Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Integrationsämter in Zusammenarbeit der Bundesanstalt für Arbeit)

SRH-Gruppe - (Stiftung Rehabilitation)
Partner für Gesundheit und Bildung

dazu gehören unter anderem:

  • Berufsförderungswerk Heidelberg
  • Berufsbildungswerk Neckargemünd
  • Berufliches Trainingszentrum Rhein-Neckar, Wiesloch
  • Rhein-Neckar-Werkstätten, Heidelberg
  • Jobfair-Zeitarbeit, Karlsruhe
  • Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum Karlsbad-Langensteinbach
  • Gesellschaft für berufliche Bildung Tauberbischofsheim
  • Berufsbildungswerk Sachsen, Dresden
Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) ist ein Jugend-, Bildungs- und Sozialwerk, das jungen und erwachsenen Menschen Ausbildung, Förderung und Unterstützung in ihrer aktuellen Lebenssituation anbietet.
letztes Update: 05.01.2005

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