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Schwetzinger Woche 26 Donnerstag, 24.Juni 2004 Lions-Club und Mozartgesellschaft Benefizveranstaltung in Sachen "Autismus"(aw). Am vergangenen Wochenende begrüßten der Lions-Club Schwetzingen und die Mozartgesellschaft Schwetzingen zahlreiche Mitglieder und Freunde zu der jährlichen Benefiz-Veranstaltung im Rokokotheater. Als Schirmherr begrüßte der Präsident des Lions-Clubs Dr. Michael Hübner den Oberbürgermeister der Stadt Bernd Kappenstein, als Vertreter der Vereinigung der Lions den District-Governor Manfred Spira aus Ladenburg und aus dem Verband der internationalen Lions Claus A. Faber. Er bedankte sich auch bei den beiden Damen des Vorstandes der Mozartgesellschaft, Michaela Simane und Angela Bräunig, für die Organisation der Veranstaltung. Benefiz-Gedanke Der Benefiz-Gedanke stehe heute Abend an erster Stelle, der Erlös des Konzertes gehe an die "Hilfe für das autistische Kind". Und so begrüßte Dr. Michael Hübner die erste Vorsitzende des Regionalverbandes Nordbaden-Pfalz e.V. Ute Genser-Dittmann, die dem Publikum erklärte, was man sich unter Autismus vorstellen kann. Das Defizit der betroffenen Kinder liege im Bereich der sozialen Kompetenz, und anhand des Beispieles eines jungen Mannes, der die Geste des "Schulterzuckens" als Ausdruck des Bedauerns nicht deuten konnte, gelang ihr dies recht gut. Sie stellte die über 20-jährige Offentlichkeitsarbeit des Verbandes vor, die Vortragsreihen, Elternarbeit, Vereinsfeste, Wanderungen, Telefonbereitschaft für Betroffene umfasst. Das neueste Projekt ist nun eine Trainingsgruppe für Betroffene, und die speziell ausgebildeten Trainer werden von der Spende des Abends bezahlt. Ganz besonders dankte Dr. Hübner den Musikern des Abends, den Mitgliedern des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim mit ihrem Dirigenten Sebastian Tewinkel und dem Solisten Gäbor Boldoczki, die alle auf einen Teil ihrer Gage verzichtet haben. Und so konnten die anwesenden Besucher des Konzertabends nun ein ausgesuchtes Programm für Orchester und Trompete von Komponisten überwiegend einer Zeitepoche genießen. Georg Friedrich Händels Concerto Grosso G-Dur op. 6 Nr. 1 machte den Anfang, und das Kammerorchester folgte so dem straffen Dirigat des Sebastian Tewinkel, dass dieser sich per Handschlag bei einzelnen Spielern bedankte. Der schwungvolle Anfang war gemacht und der Boden vorbereitet für den jungen 28-jährigen Solisten Gäbor Boldoczki mit seiner Trompete zum Konzert a-Moll für Trompete, Streicher und Basso continuo von Antonio Vivaldi. In hohem Klang zogen Töne von Präzision und Feingefühl im Largo durch das Rokokotheater, bevor im dritten Satz dieselben mit zungenbrecherischer Geschwindigkeit von den Lippen perlten. Da musste Sebastian Tewinkel das Tempo bei W A. Mozarts "Divertimento in FDur KV 138" schon anziehen, um an Attraktivität nicht nachzulassen, was gelang. Der erhabene Klang der Trompete durchzog Georg Philipp Telemanns Sonate D-Dur für Trompete, Streicher und Bass. Mit dem Konzert E-Dur für Trompete, Streicher und Bass von Jiri Neruda erlebten die Zuhörer nochmals den klaren Klang der Trompete des jungen in Ungarn geborenen Ausnahmemusikers Gäbor Boldoczki. Mit der Suite für Streichorchester op. 40 "Aus Holbergs Zeit" von Edward Grieg allerdings verließ der Abend den Barock, und es zog erfrischend nordischer Hauch durch den Konzertsaal. Das fünfsätzige Werk aus der romantischen Atmosphäre des 19. Jahrhunderts erklang als Kontrast zu Mozart & Co. in des Komponisten eigenen herbem Charme und Reibung, die er zu tanzhafter Leichtigkeit auch verlässt. Da schmeckt die Zugabe - die "Träumerei" von Robert Schumann -wie ein süßes "Gute-Nacht-Bonbon" an das applaudierende Publikum. |